Auf dieser Seite stellen sich die Kontaktlehrer der Schule vor, die euch bei der Lösung von Problemen behilflich sind.

Wir haben für euch Frau Kochan interviewt:

Bei welchen Problemen kümmern Sie sich präventiv?

Neben der Suchtproblematik bin ich die Ansprechpartnerin bei Gewaltproblemen, aber auch soziales Lernen und Gesundheitsförderung sind Bestandteile meiner Arbeit.

Wie helfen Sie den Schülern?

Auf den Fortbildungen, die ich bislang besucht habe, beschäftigten wir uns mit der Problematik Essstörungen, Alkoholismus, Sinnsuche im Leben etc.. Auf diesen Gebieten gibt es viele unterschiedliche Wege, zu helfen.
Durch die Vielzahl von Fortbildungen ist es sicherlich auch möglich, Kontakte herzustellen, sollten Probleme in der Schule nicht direkt lösbar sein.

Gibt es Sprechstunden oder kann man jederzeit zu Ihnen kommen?

Schüler können sich jederzeit per Mail oder persönlich an mich wenden, sofern sie Hilfe benötigen. Sprechstunden gibt es keine.

Kontakt:
d.kochan@otto-nagel-gymnasium.de

 

Wie kamen Sie zu Ihrer Rolle als Kontaktlehrerin für sexuelle Vielfalt?

Es ist so, dass es einen Beschluss des Berliner Senats gibt, der besagt, dass jede Schule eine solche Kontaktperson haben sollte. Dabei geht es darum, ein Zeichen gegen die Diskriminierung von homo-, trans- und intersexuellen Jugendlichen zu setzen. Und weil ich an meiner ehemaligen Schule im Rahmen eines Workshops bereits Erfahrungen mit dem Thema sammeln konnte, habe ich angeboten, die Rolle am ONG zu übernehmen.

In welchen Lebenslagen können Schüler_innen Sie kontaktieren?

Alle Schüler_innen können mit allen Problemen rund um das Thema sexuelle Vielfalt zu mir kommen. Das können persönliche Fragen und Unsicherheiten sein, aber auch schwerwiegende Probleme wie Mobbing oder Konflikte im familiären Umfeld. Ich werde zuhören und versuchen zu helfen. Und wenn ich selbst nicht helfen kann, habe ich gute Kontakte zu kompetenten Ansprechpartnern, kann also Hilfe vermitteln.

Wie kann man Sie kontaktieren?

Feste Sprechzeiten habe ich keine, aber man kann sich per Mail an mich wenden und einen persönlichen Termin vereinbaren.

Kontakt:
s.fey@otto-nagel-gymnasium.de

Bei persönlichen, schulischen oder auch familiären Problemen stehen euch die Vertrauenslehrer diskret und hilfreich zur Seite. Sie beraten euch und versuchen gemeinsam mit euch Lösungen zu finden.

Vertrauenslehrer stehen auch der Schülervertretung beratend zur Seite. Sie verstehen sich als Bindeglied zwischen Schülern, Eltern und Lehrern.

Frau Heinemann und Herr Bauer im Interview:

Wo kann man Sie bei Fragen/Problemen antreffen?

Frau Heinemann: Mit dem Finden ist es etwas schwierig wegen der zwei unterschiedlichen Standorte: Ich bin montags früh am ONG, mittags am Melanchthon, dienstags am ONG, mittwochs wieder am Mel, donnerstags/ freitags wechselt es. Aber zum Glück gibt es ja eine E-Mail-Adresse.

Herr Bauer: Wohl am besten per Mail, da ich recht viel zwischen den Schulen und Hallen unterwegs bin. Oder wenn man mich erwischt, einfach ansprechen.

Waren Sie bereits früher als Vertrauenslehrer tätig? Falls ja, wie empfanden Sie es für sich?

Frau Heinemann: Ich habe die Funktion des VL schon einige Jahre, mit einer kleinen Unterbrechung, inne und habe das immer sehr gern gemacht.

Herr Bauer: Ja, zwei mal. Es war für mich nie eine zusätzliche Aufgabe, sondern eher eine Auszeichnung. Die alltägliche Arbeit als Vertrauenslehrer habe ich am ehesten in den kleinen Gesprächen zwischendurch erlebt. Vereinzelt haben mich Schüler auch mal um einen Gesprächstermin gefragt, um mir Probleme und Konflikte zu schildern. Meist reicht da schon mal die Sicht von außen, um auch neue Perspektiven in einem Streitpunkt aufzuzeigen.

Was bedeutet es für Sie „Vertrauenslehrer/in“ zu sein?

Frau Heinemann: Das Wichtigste ist, dass die Schüler Vertrauen haben und wissen, dass ihre Probleme ernstgenommen und wirklich vertraulich behandelt werden, sonst wäre die Bezeichnung VL wohl nicht gerechtfertigt. Oft genügt ein kleiner Anstoß, um Schwierigkeiten zu beheben und auch die dafür nötigen Schritte selbst zu gehen. Meistens ist das Zuhören viel wesentlicher als eine Fragerunde, und es gibt nichts, was man nicht besprechen könnte.

Herr BauerIch empfinde das als großes Lob und Anerkennung und hoffe dementsprechend immer ein offenes Ohr für die Schüler zu haben und ihnen individuell helfen zu können. 

Wieso, denken Sie, haben die Schüler gerade Sie zu Ihrem/Ihrer Vertrauenslehrer/in gewählt?

Frau Heinemann: Ich denke, das hängt damit zusammen, dass ich niemanden wegschicke, vieles mit einem Lächeln annehme, ohne dass es albern rüberkommt, und eher zuhöre

Herr Bauer: Das wissen die Schüler wohl besser als ich… Aber es wird wohl etwas mit mir und meiner Art zu tun haben, weil ich so bin wie ich bin – oder trotz dessen?! Meines Erachtens gibt es eigentlich unter Menschen kein Problem, das nicht gelöst werden kann, wenn man nur miteinander redet. Klar ist es manchmal schwer, sich in die Augen zu schauen und dem Gegenüber ehrlich zu sagen, was man denkt. Aber genau dazu möchte ich beitragen. Fehler macht jeder und Fehler bringen einen weiter – man muss nur gemeinsam die richtigen Schlussfolgerungen daraus ziehen. Und wenn die Schüler der Meinung sind, dass ich ihnen dabei helfen kann, dann möchte ich das sehr gern tun.

Welchen Schwierigkeiten/Problemen sind die Schüler ihrer Meinung nach am meisten ausgesetzt und wie möchten Sie ihnen helfen?

Frau Heinemann: Sollten es Probleme sein, die weiteren Gesprächsbedarf mit anderen erfordern, wozu dem einen oder anderen aber die Traute fehlt, dann ist es selbstverständlich, dass ich denjenigen „begleite“.

Herr Bauer: 
Die Probleme sind sehr individuell und vielfältig, so wie unsere Schüler es eben auch sind. Die Probleme hängen auch vom Alter ab – in den kleinen Klassen ist es vielleicht eher ein Problem mit einem strengen Kollegen oder Ärger mit den Mitschülern. In den größeren Klassen sind es eher Beziehungsprobleme oder andere außerschulische Probleme, in der Oberstufe machen sich viele Gedanken um ihre Zukunft und die Prüfungen. So hat jeder sein Päckchen zu tragen. Vielleicht kann ich ja in irgendeiner Weise mit anpacken – erstmal würde ich jedem zuhören.

Kontakt:
k.heinemann@otto-nagel-gymnasium.de
th.bauer@otto-nagel-gymnasium.de