Stolpersteinverlegung – Jenny Cohn
18. Juli 2010
Auf Initiative von Schülerinnen und Schülern des Otto – Nagel – Gymnasiums wurde am Freitag, dem 26.März 2010, im Rahmen einer kleinen Gedenkstunde ein Stolperstein für die von den Nazis verschleppte Jenny Cohn von dem Kölner Bildhauer Gunter Demnig verlegt.
Der inzwischen elfte Stolperstein in Marzahn-Hellersdorf befindet sich nun vor dem Haus, in welchem Jenny Cohn bis zu ihrer Deportierung durch die Nationalsozialisten und ihren Tod in einem Konzentrationslager wohnte, in der Königsstraße 19 – der heutigen Otto-Nagel-Straße 19 in Berlin-Biesdorf.
Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle dankte den Schülerinnen und Schülern für ihre engagierte Arbeit am Projekt “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage”: “Mit Ihrem Engagement tragen Sie dazu bei, dass sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt.”
An unserem Gymnasium kämpft die Gruppe “Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” seit vielen Jahren aktiv gegen Mobbing, Ausgrenzung und anderweitige Diskriminierungen. Bestandteil unserer Arbeit ist somit auch die Aufklärung bezüglich nationalsozialistischer Verbrechen wie die Vertreibung jüdischer Bürger. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich intensiv mit dem Schicksal der jüdischen Frau beschäftigt.
„Die Nazis haben auf dem gesamten europäischen Kontinent grauenvolle Spuren hinterlassen. Wir wollen verhindern, dass diese Spuren verblassen und ein Zeichen gegen das Vergessen setzen. Jenny Cohn ist eines der unzähligen Opfer aus dem Dritten Reich. Mit der Verlegung des Stolpersteins wollen wir nicht nur unsere Trauer ausdrücken, wir versuchen ein Zeichen zu setzen, dass sich gegen rechte Gewalt richtet. Ein jeder, der über diesen Stein stolpert, möge sich an die Katastrophe erinnern, die das Nazi-Regime vor über einem halben Jahrhundert ausgelöst hat”, so der Schülersprecher Tizian Rosenstock.
Hier kannst Du einen Kommentar hinterlassen.